Flüchtlingshilfe und Integration

Durch verschiedene Bürgerkriege in den afrikanischen Staaten und wirtschaftliche und soziale Missstände in vielen osteuropäischen Ländern haben im Laufe der letzten zwölf Monate dazu geführt, dass eine wahre Lawine an Flüchtlingen den Weg in ein besseres Leben angetreten hat.
Bedingt durch die sozialpolitische Uneinigkeit der Länder in der Europäischen Union steht Deutschland und somit auch Länder und Gemeinden vor der großen Herausforderung Menschen aus vielerlei Ländern und Kulturkreisen integrativ betreuen zu müssen.
Hierbei entstehen Sprach-, Kultur-, religiöse und auch wirtschaftliche Barrieren.
Der Deutsche Sportbund sowie auch die Landessportverbände mit ihren Fachorganisationen wie dem HJV haben die Sportvereine dazu aufgerufen entsprechende Aktivitäten für Flüchtlinge anzubieten.
Für die Vereine ist dies eine große Herausforderung, da weder die Gemeinden, noch Bund und Länder hier finanzielle Unterstützung leisten können oder wollen.
Des Weiteren ergeben sich für Kampfsportvereine wie unseren Problematiken die kulturell oder religiös bedingt sind:
So differenzieren wir zum Beispiel nicht zwischen weiblichen und männlichen Judoka. Auch ist es in unserer Sportart nicht möglich das weibliche Judoka gegenüber männlichen Zurückhaltung üben.
Hier müssen wir von den Flüchtlingen eine entsprechende Anpassung an unsere Sitten und Gebräuche verlangen.
Eine erfolgreiche Integration dieser Flüchtlinge wird aus unserer Sicht nur möglich sein, wenn diese sich unseren Werten und Regeln anpassen. Dazu gehört auch das Frauen und Mädchen als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft anerkannt werden.

Für uns als Kampfsportverein ergeben sich bei der Integrationsarbeit zusätzliche Aufgaben die die Trainer vor ungewohnte Herausforderungen stellen.
Zum Beispiel:
  • Mehrsprachiger Unterricht (Deutsch, Englisch und Italienisch)
  • Kulturelle und religiöse Konfliktpotenziale
  • Die potentielle Weigerung mit einer anderen Person aufgrund von Geschlechtsunterschieden oder kulturellen Ansichten zu trainieren.

Auf der anderen Seite hat die Integration durch die Tätigkeit unseres Vereins im Zusammenhang mit einer japanischen Kampfsportart mannigfaltige Vorteile zu bieten:
Alle, ob deutsche oder Ausländer haben die Herausforderung Begriffe auf Japanisch lernen zu müssen.
Unsere Schüler lernen sich waffenlos selbst zu verteidigen, was speziell in Flüchtlingsunterkünften, aber auch auf offener Straße von Vorteil ist.

Des Weiteren legt unsere Sportart großen Wert auf Respekt und Disziplin.

Wir als Judo Club Bushido Kai Rödermark fördern die Integration von Flüchtlingen. Hierbei lehnen wir Eine Trennung von regulären Mitgliedern und Flüchtlingen strikt ab, da hierdurch einer erfolgreichen Integration entgegengewirkt würde.

Da dieses Engagement für uns mit erheblichen Kosten und Aufwänden verbunden ist, würden wir uns freuen, wenn Stadt, Land und Bund entsprechende finanzielle Förderungen vornehmen würden.
Bushido-Kai - Flüchtlingshilfe